6. Die Kosten der Bauteile

Einer der Gründe für den Selbstbau sind natürlich die Kosten, die gegenüber vergleichbar leistungfähigen Geräten deutlich geringer sein können. Es kommt natürlich auch darauf an, ob man sich ein wenig auf die Suche macht, wirklich preiswert an die Einzelteile zu kommen, oder ob man einige Zutaten schon im Bastelkeller finden kann. Viele Bauteile findet man – je nach Anspruch auch gebraucht – bei Ebay, da konnte ich z.B. die beiden Papst-Diagonlaventilatoren zu einem Spottpreis von 15 Euro kaufen.

Die unten angegebenen Preise (bis auf die oben erwähnten Ventilatoren) habe ich incl. Versandkosten bezahlt. So kam ich auf insgesamt rund
320.- Euro Materialkosten.

KG-Rohre DN160 und DN200, Abzweige, Stopfen und Reduzierungen für den Wämetauscher: ca. 50,- (Stabilo Werkzeugfachmarkt)
KG-Rohre DN110 und Winkel für die Luftwege 30,- (Hornbach)
Trinkhalme 25,- (Spielwaren Erding)
Edelstahl Volierendraht 25,- (Ebay)
Netzteil Meanwell RS-100-24 15,- (Ebay)
2 Papst-DC-Diagonalventilatoren neu ca. 200,- (ebm-papst)
Sekundenkleber, Primer 30,- (2Construct)
Filterbox mit 2 Deckeln 15,- (Hornbach)
F7-Filter, G4 Filtermatte 25,- (Swirl)
Raspberry mit Netzteil und WLAN-Adapter 45,-
4 DHT Feuchtesensoren 10,- (Ebay China)
Platine, Bauteile, Relais (EXP GmbH), Kabel, LCD-Display 30,- (Ebay)

14 Gedanken zu “6. Die Kosten der Bauteile

  1. Hi, darüber würde ich mich auch freuen. Es muss ja nicht ganz exakt sein. Es würde helfen, abzuschätzen ob sich der Selbstbau im Vergleich kommerzieller Lösungen lohnt. Danke.

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  2. Hallo, erstmal meine Hochachtung. Super Projekt und sehr schön dargestellt.
    Wenn ich es richtig sehe, misst Du an allen Luftein- und Ausgängen die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit.
    Kannst Du Messwerte hier posten (Eintritts- und Austrittstemperatur in beiden Richtungen)? Was mir noch aufgefallen ist, wie gehst Du mit Kondensationsfeuchtigkeit um?
    Ich würde mich über ein Antwort freuen. Danke.

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    1. Hallo Dirk!
      Hier sind die Messwerte von einem ziemlich kalten Tag im März:
      Außentemperatur = -5,4 Grad, die Raumluft betrug 15,5 Grad und die einströmende Frischluft betrug 12,5 Grad. Wenn man das in die Formel einsetzt, kommt man auf einen Wirkungsgrad von 85,64 Prozent.
      Berechnung: (einströmende Luft – Außentemperatur) / (Raumluft – Außentemperatur) x 100 = Wirkungsgrad in %
      eingesetzt: (12,5 – -5,4) / (15,5 – -5,4) X 100 =
      17,9 / 20,9 X 100 = 85,64 Prozent
      Bezüglich des Anfalls von Kondenswasser habe ich die Neigung des WT so ausgerichtet, dass das Kondenswasser immer mit leichtem Gefälle nach außen geführt wird, und dort innerhalb eines Lichtschachtes versickern kann. Die warme, feuchtebeladene Abluft wird auch nicht innerhalb der kleinen Trinkhalme geführt, sondern umspült diese quasi im größeren Rohr. Die genaue Kondensat-Menge habe ich nicht gemessen, mir hat es in diesem Zusammenhang gereicht, dass der WT im letzten Winter nicht eingefroren ist.

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  3. Stunde der Wahrheit ? 😉

    Hallo ascotthortersqu,
    ich bewundere Deine Leistung sehr!
    Der Hochsommer trumpft derzeit mit sehr ansehnlichen Temperaturspitzen auf. Da rächt sich jeder kleine Lüftungsfehler im unbeheizten Keller. Hier kann die intelligente Automatiklüftung zeigen was sie kann. Und Außerdem ist ja einige Zeit ins Land gegangen.
    Es interessiert mich brennend wie sich Deine Anlage in dieser kritischen Phase bewährt? Trocknet die Wäsche? Ist der Raum trocken geblieben? Schafft es der Wärmetauscher die heiße Außenluft runterzukühlen? Wo liegen die Raumluft- und Oberflächentemperaturen nun?
    Ich würde sehr gerne ebenso ein ausgefuchstes Ding in meinen alten feuchten Keller implantieren. Daher interessieren mich die „Langzeit“-Erfahrungen sehr.
    Grüße
    freddy

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  4. Sehr überzeugend, bin zwar gerade erst durch Zufall auf das gesammte Thema gestoßen. Der Wirkungsgrad ist sehr überzeugend. Werde auch versuchen das Teil zu Bauen und zu testen. Könnte ich die Dateien für die CnC Arbeiten bekommen? Würde sonst auch einfach die die vorgefertigten beiden Deckel abkaufen wollen, falls sie Lust und Zeit dazu haben.

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  5. Ich beschäftige mich erst seit kurzem damit, eine Gegenstrom-Entfeuchtungsanlage zu kaufen oder zu bauen, zuerst mal für den Keller im Winter, später vielleicht auch mehr. Die käuflichen Geräte sind entweder technisch wenig überzeugend oder passen einfach nicht für meinen konkreten Bedarf (oder sind sauteuer).
    Diese Bauanleitung ist einfach super! Gratuliere – zur Idee, zur handwerklichen Ausführung, und zur superklaren öffentlichen Doku!!
    Bis jetzt überzeugt mich dieses Projekt von allem, was ich finden konnte, am meisten.

    Offene Fragen:
    1. Wie sind die inzwischen mehrjährigen Erfahrungen bezüglich Verschmutzung und Schimmel? (a: im Winter, b: im Sommer)? Die Strohhalme sind aus Polypropylen, wenn ich richtig recherchiert habe – hält das ewig in der Feuchte?
    2. Ein Luftwechsel von 140 m3 / h ist für meine Belange völliger Overkill. Ich dachte eher an eine Variante mit zwei PC-Lüftern, stromsparend und leise, dafür eben nur wenige m3 / h Luftwechsel. (Dann müsste die Temperatur-Effizienz auch nochmal steigen.)
    3. Keine Frage, sondern eine kleine Variante als Empfehlung am Rande: Raspberry Pi Zero W. Der schafft bei mir die bisherige Hausautomation völlig problemlos, verbraucht ca. 1 Watt. Freue mich über jeden Austausch.

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  6. hallo ascotthortersqu,
    bin vor kurzem auf deine Seite gestoßen, ich möchte mir so ein Teil für meine Wohnung, speziell für die Küche bauen. Natürlich wird der WT dann verkleidet. Wäre schön wenn Du mir die Bauanleitung noch zu
    haben wäre. Wegen der Kondensationsfeuchtigkeit würde ich ein T-Rohr in die Mitte setzen und ein 200 Acrylrohr zwecks Innenansicht verbauen,die Kondensationsfeuchtigkeit dann über einen Schlauch in die Spüle leiten. Würde mich über eine Antwort freuen.
    VG
    Wolfgang

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  7. Hallo Wolfgang, dein letzter Kommentar hat mich daran erinnert, dass du noch eine Antwort erwartet hast. Allerdings gibt es keine klassische „Bauanleitung“, der Blog selbst, und die Unterpunkte sollten – so dachte ich zumindest – ausreichen, um ein eigenes Projekt zu starten, und sich an den beschriebenen Details meiner Anlage „entlangzuhangeln“.

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    1. Wenn der Faktor des Do Your Self nicht wäre würde ich zum Marley MEV180 greifen. Das Teil hat alles auf of the box für ca. 260€. Warum muss dein Motor so teuer sein? Ich würde versuchen deine Variante durch einen stink normalen Lüfter zu ersetzten und damit sie Kosten deutlich zu reduzieren. Aber die Idee ist toll und ich bin immer begeistert zu sehen, dass es Menschen gibt die selber was machen wollen.

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  8. Auf meinen Beitrag vom 13. November 2019 hatte ich natürlich auch auf ein wenig Resonanz gehofft und hielt den Blog dann, als eine Weile nichts kam, für (relativ) tot. Aber klar: keiner muss irgendwo seinen Senf dazu geben.
    Als Update meinerseits: Nach einigem Nachdenken über einen Nachbau des genialen Strohhalm-Systems, Überschlag von Kosten (vom Zeitaufwand mal ganz abgesehen), und unter Einbezug der unklaren Haltbarkeit, fraglichen Schimmelanfälligkeit und so tendiere ich allmählich etwas mehr zu einem System, das einen fertigen Gegenstrom-Wärmetauscher aus Aluminium, zum Beispiel aus Tschechien von rekupex (https://www.rekupex.cz/13-hlinikove-vymeniky), beinhaltet. Den Wärmetauscher würde ich dann selber in ein Gehäuse bauen und mit Lüftern und Schließklappen versehen; auch noch aufwendig genug…
    Aber noch ist weder was gebaut noch was bestellt bei mir 😉

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  9. Ja wie befürchtet, die vorherige Nachricht ist nicht gesendet worden.
    Meine Frage war, ob es bitte deinerseits möglich wäre, mir die Datei (-n) für die CNC Fräsmaschine zur Verfügung zu stellen.
    Besten Dank im voraus.

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