4. Die Luftfilterung

Die Luft wird in lufttechnischen Anlagen üblicherweise gefiltert, damit einerseits die Anlage selbst nicht verdreckt, oder sich die Rohre schneller als einem lieb ist, zusetzen. Dementsprechend wird die Luft, die nach draußen befördert wird, ebenfalls mit einem Grobfilter gereinigt. Die einströmende Luft wird noch etwas stärker gefiltert, ich habe mich dabei an der sehr verbreiteten Filterklasse für Lüftungsgeräte orientiert, und einen F7-Filtereinsatz mit vorgelegter F4-Grobfiltermatte vorgesehen. Für die Abluft ist eine G4-Grobfiltermatte eingebaut.

Damit der Wirkungsgrad der Anlage nicht durch zu kleine Filter gemindert wird, habe ich für die anzusaugende Luft eine relativ üppige Filterbox gebaut, die aus einer ausgesprochen stabilen Mehrzweckkiste aus grauem Polypropylen besteht.
Es gibt sie in vielen unterschiedlichen Größen in einem TV-bekannten Baumarkt, in dessen Werbung die Menschen immer ganz besonders dreckig werden.

Filterbox
Das Innenmaß der grauen Stapelkiste ist ungefähr 36 x 26 cm, die nutzbare Innen-Höhe beträgt ca. 20 cm. Der Boden ist mit einem Wabenmuster verstärkt. Genau in die Mitte der Waben habe ich in liebevoller Handarbeit sechseckige Öffnungen gesägt, durch die dann später die Außenluft angesaugt werden wird, und gleichzeitig die Filtermedien gut geschützt sind. (Scherz, das war in Wirklichkeit wieder meine Fräse, aber ich denke, runde Löcher hätten den gleichen Zweck erfüllt). Auf der Raum-Seite ist der Kistendeckel mit einem Loch versehen, Durchmesser 125 mm, damit ein KG-Rohr-Stutzen genau passend eingesetzt werden kann.
Für diese Box-Abmessungen habe ich einen gut passenden Filtereinsatz gefunden, der selbst die Maße 25 x 35 x 9,4 cm hat. Er wird bestimmungsgemäß für die Lüftungsanlage von der Fa. Paul, Atmos 175 benutzt. Der Filtereinsatz ist mit einem Preis von unter 20 Euro nicht sehr kostspielig.
In meinem Fall wird diese Kisten-Filtereinheit direkt in eine Fensteröffnung im Keller eingebaut, die dann in einem Lichschacht endet. Der durchlöcherte Boden weist nach außen, dann kommen als nächstes eine Lage G4-Grobfilter, danach der F7 Filtereinsatz, dahinter eine Halterung/Klemmung für die Filtereinsätze. Diese Klemmung besteht wieder aus dem Kisten-Deckel, der passend zu dieser Kiste angeboten wird, und der passend zurechtgesägt wird. Dann folgt eine Luftkammer, die über die Deckelbohrung schließlich im KG-Rohr DN110-Stutzen den Anschluss des Wärmetauschers ermöglicht.
Der Deckel wird mit einigen Edelstahl-Blechschrauben befestigt, die natürlich nicht zu fest angezogen werden sollten, da sie nur in ca. 2 mm PP-Material der Kiste halten. Der Deckel und die Seiten erhalten zur Wärmedämmung noch einen Einsatz aus Styrodur-Platten.

Da Bilder wieder einmal mehr als 1000 Worte sagen, hier ein paar Fotos von der Filterbox.

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So sieht die Box unbearbeitet aus.
Der Boden ist durch die Wabenstruktur sehr stabil.

 

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Hier wird das Loch für den Stutzen hergestellt.

 

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Die Box mit den fertig ausgefrästen Waben.