1. Einleitung

In diesem Blog geht es um ein Selbstbauprojekt einer automatischen Lüftung mit Wärmerückgewinnung für einen Kellerraum, in dem Wäsche getrocknet wird.
Insbesondere um die Vorstellung einer Selbstbau-Version, die im wesentlichen aus leicht beschaffbaren Komponenten besteht, und auf besondere Designvorgaben nicht angewiesen ist. Schließlich ist die Technik in einem Kellerraum untergebracht, und daher besonderen ästhetischen Anforderungen nicht unterworfen.

Also, kurz skizziert, geht es um Folgendes:

Der Keller – insbesondere der Wäschetrocknerraum – soll belüftet werden, damit ein gutes Trocknen der Leinen-Wäsche gewährleistet wird.
Nebenbei soll natürlich auch wirksam verhindert werden, dass feuchte Luft an den kühleren Kellerwänden auskondensiert, sprich Wasser sich niederschlagen kann, und der Nährboden für Schimmelbildung entsteht.
Damit die Feuchtigkeit herausgelüftet werden kann, muss also ein Ventilator die feuchte Luft nach außen befördern.
Die feuchte Luft muss aber ersetzt werden, am besten durch relativ trockene Luft. Und die zweite Anforderung ist, dass die frische hereingebrachte Luft eine ähnliche Temperatur hat, wie die weggelüftete. Das ist das Prinzip der Wärmerückgewinnung.
Nur nach außen weglüften, hätte zur Folge, dass warme Luft aus den höher liegenden Stockwerken in den Keller geführt wird, und der höhere Wassergehalt der wärmeren Luft sich nun erst recht an den Wänden niederschlägt. In diesem Fall würde also Lüften nur das Gegenteil bewirken. Ebenso ist es häufig so, dass die Außenluft sogar noch mehr Feuchtigkeit enthält, als die Kellerluft, die wir eigentlich loswerden wollen. Insbesondere im Sommer wird man wahrscheinlich nur nachts bei tieferen Temperaturen auch die gewünschte geringere Luftfeuchtigkeit vorfinden. Kurzum, eine Steuerung, die über Sensoren die Feuchte messen und auswerten kann, und so die Lüfter schalten kann, ist zwingend erforderlich.

Mein Ansatz zur Lösung ist auch nicht neu. Wer sich schon einmal mit der Thematik befasst hat, findet unter dem Stichwort „dezentrale Lüftung“ im Netz ja auch etliche Infos zum Thema „richtiges Lüften“, „Wärmetauscher“, „Lüftersteuerung“ etc.

Hier geht es um die möglichst genaue, und für diejenigen, die sich mit ähnlichen Projekten beschäftigen wollen, zusammenfassenden Darstellung einer bereits realisierten Ausführung. So kann jeder, der selbst in ein ähnliches Projekt einsteigen möchte, vielleicht besser abschätzen, wie die Dimensionierung der Komponenten für ihn günstig wäre. Denn es gibt einige Stellschrauben, die man irgendwann einmal festlegen muss. Zum Beispiel die Größe der Wärmetauschereinheit, die Auswahl des richtigen Lüftermotors mit den Verhältnissen aus Wattzahl, Fördermenge und Förderdruck, aus der Länge der Rohrführung von Frischluft und Abluft, der Art der Luftfilterung mit der Festlegung der Filterklasse und der Größe des Filtermediums etc.

Die Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb liegen demnächst vor, und die Auswertung wird bestimmt einige Tuningmöglichkeiten aufzeigen, die ich in diesem Blog ebenfalls demnächst kurz anreißen möchte.